Leopold Hadaček

Maschinenarbeiter. Widerstandskämpfer. Hingerichtet.

* 1914    † 1944

 

Lebenslauf

Leopold Hadaček wurde am 29.10.1914 in Wien geboren. Er war Maschinenarbeiter.

Widerstand, Verhaftung, Todesurteil

Am 3. 11. 1942 wurde Leopold Hadaček verhaftet und am 5. 10. 1943 gemeinsam mit Friedrich Provasnicek, Rudolf Herynek und Karl Budin (alle hingerichtet) zum Tode verurteilt. Am 7.2.1944 wurde er im Landesgericht I in Wien hingerichtet.

Aus dem Urteil

„Hadaček erklärte sich im Sommer 1940 auf Werbung des Gottschy bereit, in Mitterndorf eine KJV-Gruppe zu gründen. Gemeinsam mit seinem Gesinnungsgenossen Seifert begann er mit der Aufstellung einer solchen Gruppe. Er nahm durch Vermittlung von Gottschy Verbindung zu Kubak in Ebergassing auf, warb den Hilfsarbeiter Franz Zofal als Mitglied und vereinbarte mit Kubak ein monatliches gemeinschaftliches Schulungstreffen, bei dem auch die KJV-Beiträge an Kubak abgeliefert werden sollten.“

Gedenkort - Straflandesgericht Wien

Im ehemaligen Hinrichtungsraum des Wiener Landesgerichts findet sich sein Name auf einer der Gedenktafeln.

Ehrengrab am Friedhof in Gramatneusiedl

Ursprünglich Gruppe 40, am 1. 7. 1946 exhumiert und in einem Ehrengrab am Friedhof in Gramatneusiedl beigesetzt.

Quellen

Weiterführende Informationen

  • DÖW Katalog zur permanenten Ausstellung. Hg. v. Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands, Wien 2006
  • Wolfgang Neugebauer, Der österreichische Widerstand 1938-1945, Wien 2008
  • Die Geschichte des Grauen Hauses und die österreichische Gerichtsbarkeit. Wien 2012
  • DÖW (Hg.) Widerstand und Verfolgungen in den österreichischen Bundesländern (Wien, Burgenland, Oberösterreich, Tirol, Niederösterreich, Salzburg), Wien, 1975-1991
  • Heinz Arnberger, Claudia Kuretsidis-Haider (Hg.) Gedenken und Mahnen in Niederösterreich. Erinnerungszeichen zu Widerstand und Verfolgung, Exil, Befreiung, Wien 2011
  • Brigitte Bailer, Wolfgang Maderthaner, Kurt Scholz (Hg.), „Die Vollstreckung verlief ohne Besonderheiten“ Wien
  • Herbert Steiner, Gestorben für Österreich. Widerstand gegen Hitler. Eine Dokumentation. Wien 1995
  • Herber Steiner, Zum Tode verurteilt: Österreicher gegen Hitler. Eine Dokumentation, Wien 1964
  • Willi Weinert, „Mich könnt ihr löschen, aber nicht das Feuer“. Biografien der im Wiener Landesgericht hingerichteten WiderstandskämpferInnen gegen das NS-Regime. Ein Führer durch die Gruppe 40 am Wiener Zentralfriedhof. 4. Auflage Wiener Stern Verlag. 2017
  • Lisl Rizi, Willi Weinert, „Mein Kopf wird euch auch nicht retten“. Korrespondenzen österreichischer WiderstandskämpferInnen aus der Haft. 4 Bände. Wiener Stern Verlag 2016

Web-Hinweise


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